VIEWS – Nachrichten im Raum erleben

VIEWS ist eine Spatial-Computing-Anwendung für die Apple Vision Pro, die im Rahmen einer Projektarbeit im Studiengang Media Engineering an der Technischen Hochschule Nürnberg entsteht.
Statt Nachrichten klassisch auf flachen Displays zu lesen, machen wir sie räumlich erfahrbar: Themen werden zu schwebenden Knotenpunkten, Inhalte entfalten sich vor den Augen der Nutzer:innen und die Umgebung passt sich an das gewählte Thema an.

Sobald man die Vision Pro aufsetzt, wählt man ein Themengebiet – und der gesamte Raum transformiert sich über hochauflösende, generative Themenräume in die passende Kulisse. Aktuelle Nachrichten werden als interaktive 3D-Knotenpunkte dargestellt, die per Blick und Geste gesteuert werden.

  • Technik – Eine futuristische Umgebung für IT- und Gadget-News.
  • Natur & Klima – Eine immersive Naturkulisse für Umwelt- und Wissenschaftsthemen.
  • Politik – Ein cleaner, fokussierter Raum für das Weltgeschehen.
  • Sport – Eine energiegeladene Arena für aktuelle Ergebnisse und Sportnews.

Hinter den Kulissen

Damit das funktioniert, greifen mehrere Disziplinen ineinander.
Für das Frontend kommen SwiftUI und RealityKit zum Einsatz.
Die Datenbank läuft über Supabase und PostgreSQL – dort liegen Metadaten, 3D-Assets und lokale HDR-Skyboxen. Das Backend verbindet beides über eine performante Weboberfläche und integriert dynamische RSS-Feeds von z.B. Heise, der FAZ oder dem Spiegel, sodass aktuelle Texte und Bilder direkt im virtuellen Raum erscheinen.

  • == Räumliche Interaktion ==
    Nachrichten werden nicht gescrollt, sondern erkundet. Blick- und Gestensteuerung machen die Navigation intuitiv – ohne Controller, ohne Tastatur.

  • == Dynamische Inhalte ==
    Über RSS-Feeds gelangen aktuelle Meldungen in Echtzeit in die App. Damit ist VIEWS keine statische Demo, sondern eine lebendige Nachrichtenplattform.

  • == Immersive Kulissen ==
    Skyboxen erzeugen für jedes Themengebiet eine eigene Atmosphäre – von der Tech-Welt bis zur Natur. Inhalt und Umgebung verschmelzen.

Warum wir das machen

Klassische Benutzeroberflächen stoßen bei großen Informationsmengen schnell an ihre Grenzen. Mit VIEWS wollen wir zeigen, wie Journalismus aussehen kann, wenn er den flachen Bildschirm verlässt – und wie sich Spatial Computing nutzen lässt, um Wissen nicht nur zu lesen, sondern zu durchwandern.

Unser Team

Careware

Soziale Arbeit bedeutet vor allem eines: Zeit für Menschen. Doch ein großer Teil des Arbeitsalltags besteht aus Dokumentation, Terminplanung und organisatorischen Aufgaben. Genau hier setzt Careware an, eine digitale Plattform, die Sozialarbeiter*innen dabei unterstützt, ihre tägliche Arbeit einfacher, strukturierter und effizienter zu gestalten.

Digitale Unterstützung für den Arbeitsalltag

Careware wurde im Rahmen eines Hochschulprojekts im Studiengang Media Engineering an der Technischen Hochschule Nürnberg entwickelt. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit DonBosco Nürnberg, einer Einrichtung der Jugendhilfe, die junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleitet, darunter wohnungslose und von Ausgrenzung betroffene Jugendliche.

Durch den direkten Austausch mit den Sozialarbeiter*innen konnten wir die täglichen Herausforderungen besser verstehen und eine Lösung entwickeln, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Praxis orientiert.

Weniger Bürokratie und mehr Zeit für Menschen!

Im Arbeitsalltag der Sozialarbeit fallen zahlreiche organisatorische Aufgaben an. Dokumentationen müssen geschrieben, Termine koordiniert und Informationen zu Klient*innen jederzeit verfügbar sein. Careware bündelt diese Prozesse in einer übersichtlichen Webplattform und erleichtert dadurch den gesamten Arbeitsablauf.

Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

  • Schnelle und intuitive Dokumentation von Gesprächen und Ereignissen
  • Übersichtliche Klient*innenverwaltung mit allen relevanten Informationen
  • Hausverbotsliste für einen schnellen Überblick
  • Tagesübersicht über aktuelle Besuche und anstehende Aufgaben
  • Integrierter Terminkalender zur besseren Organisation des Arbeitsalltags
  • KI-Assistent zur schnellen Informationssuche und Formulierung von Dokumentationen

Das Ziel ist es, Verwaltungsaufwand zu reduzieren und Sozialarbeiter*innen dabei zu unterstützen, ihre Zeit dort einzusetzen, wo sie am wichtigsten ist: bei den Menschen.

Gemeinsam mit der Praxis entwickelt

Von Beginn an stand die Zusammenarbeit mit DonBosco Nürnberg im Mittelpunkt des Projekts. Durch regelmäßige Gespräche, Feedbackrunden und Einblicke in den Arbeitsalltag konnten Anforderungen direkt in die Entwicklung einfließen.
So entstand eine Plattform, die nicht nur technisch funktioniert, sondern sich an den realen Bedürfnissen der Sozialarbeit orientiert und einen praktischen Mehrwert bietet.

Das Team

Careware wurde im Rahmen der Projektarbeit im 5. und 6. Semester des Studiengangs Media Engineering an der Technischen Hochschule Nürnberg entwickelt.
Das Projektteam besteht aus Michael Sommer, Dilara Ayan, Deniz Tabak, Erfan Ali Al Hadi, Lucas Schwarz, Yasemin Çelik und Bartosz Krasnopolski mit der Unterstützung von Timo Jakobi & Katrin Proschek als Betreuer*innen des Projekts.

IMPACT

IMPACT ist eine interdisziplinäre Rauminstallation, die den menschlichen Körper zum direkten Interface für audiovisuelle Kompositionen macht. Bei diesem Konzept geht es nicht um die klassische, starre Steuerung von Technik, sondern um ein intuitives und fließendes Zusammenspiel zwischen menschlicher Bewegung und digitaler Reaktion. Nutzer formen durch ihre Gesten, Berührungen und reine körperliche Präsenz in Echtzeit Klang, Licht und visuelle Projektionen. Die gesamte Installation ist als verteiltes, modulares System aufgebaut.

Lightsynth in Aktion

Die Rauminstallation gliedert sich in funktionale Kernmodule, die physische Interaktion mit Musik, Lichtarchitektur und visuellem Feedback verbinden:

DanceBass

Dieses Modul bildet das rhythmische Fundament der Installation. Über ein eigens entwickeltes funktionales Dancepad steuern die Nutzer per Fußdruck verschiedene Basstracks. Auf einer grafischen Benutzeroberfläche wird ein interaktives 3D-Auswahlkarussell projiziert, das reaktive Cover-Designs im Stil klassischer Schallplatten zeigt. Durch Druckbewegungen auf dem Pad können die Tracks spielerisch gewechselt werden.

Handscape

Handscape ermöglicht die intuitive Erzeugung und Steuerung von Schlagzeug-Patterns komplett ohne physische Instrumente. Ein hybrides Tracking-System auf Basis einer Azure Kinect DK erfasst die Hände der Nutzer über Infrarot-Tiefensensoren selbst im abgedunkelten Raum. Um eine Schlagzeugkomponente wie Kick, Snare oder Hi-Hat zu aktivieren, halten die Nutzer die entsprechende Handgeste (z. B. Zeigefinger, Peace-Zeichen oder Rock-Geste) einfach für eine gewisse Zeit stabil in die Kamera. Möchte man das Instrument wieder deaktivieren, wird dieselbe Geste erneut für ein definiertes Zeitfenster gehalten.

User Interface von Handscape

Lightsynth

Der LightSynth transformiert optische Reize in melodische Sequenzen. Als sichere, bürokratisch unkomplizierte Alternative zu Showlasern projiziert das System acht präzise Lichtstrahlen. Diese werden über ein Spiegel-Array senkrecht nach unten umgelenkt und repräsentieren jeweils eine Note innerhalb eines viertaktigen Patterns. Ein oben montierter LIDAR-Scanner misst permanent die Punktewolke der Umgebung. Greift ein Nutzer in die Lichtwand, erkennt das System die genaue Höhe der Unterbrechung und verändert synchron die Helligkeit des getroffenen Strahls sowie die Tonhöhe, wobei sich die Tonauswahl harmonisch auf vorher definierte Skalen beschränkt. Gleichzeitig werden die jeweiligen Notenwerte zur visuellen Orientierung direkt auf die Hand des Nutzers projiziert.

Raumausleuchtung

Die Raumausleuchtung fungiert als direktes visuelles Feedbackinstrument für das gesamte System und verbindet die Stationen zu einer raumgreifenden Einheit. Über das Netzwerk-Protokoll Art-Net steuert TouchDesigner die Scheinwerfer und Moving Heads in Echtzeit an. Anstatt die Nutzer abzulenken, übersetzt eine klare Lichtlogik die Interaktionen an den Modulen in eindeutige Lichtzustände: Laufende Auswahlprozesse werden in Weiß dargestellt, erfolgreiche Bestätigungen in Grün rückgemeldet und verworfene Aktionen in Rot visualisiert. Ergänzt wird diese Funktions-Logik durch ein dynamisches Raum-Ambiente, das fließend auf die Musik reagiert. So entsteht eine harmonische Gesamtatmosphäre, die sich nicht nur auf die einzelnen Stationen beschränkt, sondern den gesamten Raum pulsieren lässt. Sanfte Helligkeitsverläufe und automatische Dimm-Effekte runden dieses immersive Erlebnis ab.

Über uns

Teammitglieder

Wir sind ein studentisches Team aus dem Studiengang Media Engineering. Unser IMPACT-Projekt steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Alexander von Hoffmann. Das Team besteht aus sieben Personen, die im Zuge der intensiven Zusammenarbeit eng zusammengewachsen sind: Adolf Hermann, Mina Bajalani, Sidney Goodheart, Jennifer Müller, Daniel Müller, Nazay Özkan und Alina Weiß. Unsere gemeinsamen Arbeiten leben von technologischem Entdeckergeist, immersiven Raumkonzepten und der Leidenschaft für interaktive Medien.

media::error

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht technische Fehler als ästhetisches Mittel zu nutzen. Wir haben uns also mit der Frage auseinandergesetzt: Wie können wir es schaffen, ungewollte Effekte – ob Verpixelung, Verzerrung oder einfach nur ein Rauschen – als künstlerisches Stilmittel zu verwenden.

Die Ausstellung ist in 3 Exponate aufgebaut mit dem Konzept RGB (also Rot, Grün und Blau). Jedes Team hatte nur das Grundkonzept als Vorgabe und hat dann im Laufe des Projekts ein vollständiges Exponat entwickelt.